Quiz – SRC (Seefunk)
Teil des Funkzeugnis-Kurs SRC & UBI · Modul 5 · Kurs & Prüfung
Dieses Quiz geht einmal quer durch das gesamte SRC-Wissen: Recht, Technik, DSC, Notverfahren und Buchstabieren. Beantworte jede Frage erst selbst und klapp dann die Antwort auf, so siehst du am besten, wo es noch hakt. Ganz am Ende wartet eine Mini-Prüfungssimulation mit den zehn wichtigsten Merksätzen.
Antworten ausklappbar. Für Binnenfunk → Funkkurs — Quiz UBI (Binnenfunk).
A) Recht, Behörden & Kennungen
- Wer braucht an Bord ein Funkzeugnis?
Antwort
Der Schiffsführer muss ein ausreichendes Zeugnis haben; eine Funkstelle darf nur bedienen, wer das passende Zeugnis besitzt.- Welche zwei Dinge braucht man, um legal zu funken?
Antwort
(1) Den Schein (DSV/DMYV), (2) die Frequenzzuteilung + Kennungen (MMSI/Rufzeichen) von der Bundesnetzagentur.- Wer stellt das SRC aus, wer vergibt die MMSI?
Antwort
SRC: DSV/DMYV. MMSI: Bundesnetzagentur (Außenstelle Hamburg).- Wie ist ein Sportboot-Rufzeichen aufgebaut?
Antwort
2 Buchstaben + 4 Ziffern, 1. Buchstabe immer D (z. B. DA4711). Registrierte Schiffe: 4-Buchstaben-Rufzeichen (z. B. DDTW).- Wie viele Ziffern hat die MMSI, und wofür stehen die ersten drei?
Antwort
9 Ziffern; die ersten drei = MID (Deutschland 211/218).- Welche Urkunde enthält die eigene MMSI?
Antwort
Die Zuteilungsurkunde (Ship Station Licence).- Welche Funkstelle kennzeichnet die MMSI 002111240?
Antwort
Eine deutsche Küstenfunkstelle (00 = Küstenfunkstelle, 211 = MID) – „Bremen Rescue".- Welche Stelle stellt das Flaggenzertifikat aus?
Antwort
Das BSH (8 Jahre gültig).- Ab welcher Rumpflänge ist die Eintragung ins Seeschiffsregister Pflicht – und wo?
Antwort
Ab 15 m, beim Amtsgericht (Seeschiffsregister am Heimathafen).B) GMDSS & Seegebiete
- Wofür steht GMDSS und was ist die Kernidee?
Antwort
Global Maritime Distress and Safety System; Kernidee: automatischer Notalarm per Knopfdruck (DSC), dann Sprechfunk.- Welches Seegebiet deckt das SRC ab?
Antwort
A1 – UKW-Reichweite einer DSC-Küstenfunkstelle (~30-40 sm).- Was sind A2, A3, A4 grob – und welcher Schein gilt dort?
Antwort
A2 = Grenzwelle (MF), A3 = Satellit, A4 = Polargebiete (KW). Dafür braucht es das LRC.C) DSC & Kanal 70
- Welcher Kanal ist nur DSC, und was darf man dort nicht?
Antwort
Kanal 70 – dort wird nie gesprochen.- Muss man vor einem DSC-Call manuell auf Kanal 70 wechseln?
Antwort
Nein. Das Gerät überwacht K70 automatisch und schaltet beim Senden selbst drauf. Man wählt die Funktion, nicht den Kanal.- Welche Daten sendet der DSC-Notalarm automatisch?
Antwort
MMSI, Position, Zeit und ggf. die Art der Not.- Wird die Position auch bei PAN PAN/SÉCURITÉ automatisch per DSC gesendet?
Antwort
Nein – die Position wird nur beim Notalarm automatisch mitgesendet. Bei Dringlichkeit/Sicherheit nennt man sie im Sprechfunk.- Nenne drei Auswahlpunkte der „Nature of Distress”.
Antwort
z. B. Fire/explosion, Flooding, Collision, Grounding, Sinking, Man overboard (oder „undesignated").- Häufiger Praxisfehler bei DSC trotz Schein?
Antwort
MMSI nie programmiert → Notalarm ohne gültige Kennung.- Wie testet man DSC – und was darf man nie?
Antwort
„Test Call" an eine Küstenfunkstellen-MMSI (auto-Bestätigung). Nie einen DSC-Notalarm zum Testen auslösen.D) Kanäle & Frequenzen (See)
- Welche Frequenz hat Kanal 16?
Antwort
156,800 MHz (Simplex).- Warum ist Kanal 16 ein Simplex-Kanal?
Antwort
Damit ihn alle mithören können – bei einem Not-/Anrufkanal gewollt.- Wofür ist Kanal 06?
Antwort
On-Scene/SAR (Search and Rescue), Schiff-Schiff.- Welche Ausweichkanäle nimmt man, wenn 16 und 06 belegt sind?
Antwort
08 und 13.- Welche Kanäle sind AIS (kein Sprechfunk)?
Antwort
87 und 88.- Welche UKW-Kanalbereiche stehen im Seefunk zur Verfügung?
Antwort
1-28 und 60-88.E) Sendeleistung
- Welche zwei Sendeleistungen gibt es, und was heißt die Einstellung?
Antwort
1 W oder 25 W – bedeutet jeweils „maximal" (real abhängig von Antenne usw.).- Wann immer 25 W?
Antwort
Bei Not/Dringlich/Sicherheit und im Verkehr mit Küstenfunkstellen.- Warum funkt man im Hafen mit 1 W?
Antwort
Mehr Leistung bringt nichts (Sichtweite-Funk), blockiert aber den Kanal großräumig und stört andere. 1 W bleibt lokal → Frequenz-Wiederverwendung. „Lautstärke, nicht Qualität."F) Notverfahren
- Nenne die 3 Dringlichkeitsstufen mit Kennwort.
Antwort
Not = MAYDAY, Dringlichkeit = PAN PAN, Sicherheit = SÉCURITÉ.- Reihenfolge beim Absetzen einer Seenotmeldung?
Antwort
roter Knopf → DSC-Alarm K70 → Gerät auf K16 → Sprech-MAYDAY (englisch).- Reihenfolge der MAYDAY-Inhalte nach „THIS IS …“?
Antwort
Position · Nature of distress · Assistance required · Persons on board · Other information · OVER.- Was ist ein MAYDAY RELAY?
Antwort
Weiterleitung einer fremden Notmeldung, wenn das Schiff selbst nicht senden kann.- Wie bestätigt man eine empfangene Notmeldung?
Antwort
„MAYDAY, [Notschiff ×3], THIS IS [eigener Name ×3], RECEIVED MAYDAY".- Was bedeutet Silence Mayday (Aussprache: „Seelonce Mäidäi”), wer spricht es?
Antwort
Funkstille; gesprochen vom Schiff in Not oder der leitenden Station. (Andere: „Silence Distress".)- Was bedeutet Silence Fini (Aussprache: „Seelonce Feenee”)?
Antwort
„Silence Fini" – Notverkehr beendet, Normalverkehr frei.- Was heißt PRU-DONCE?
Antwort
Funkstille gelockert – eingeschränkter Verkehr wieder erlaubt.- Versehentlicher DSC-Alarm – was tun?
Antwort
Nicht ausschalten! Auf K16 widerrufen: „ALL STATIONS ×3, THIS IS …, PLEASE CANCEL MY DISTRESS ALERT OF [UTC], OUT".- Was ist ein MEDICO-Gespräch, welche Stufe?
Antwort
Funkärztliche Beratung (TMAS/Medico Cuxhaven) – PAN PAN (Dringlichkeit), nicht MAYDAY.G) Technik
- Frequenzbereich UKW-Seefunk + Ausbreitung?
Antwort
156-162 MHz; quasi-optisch/Sichtweite.- Wovon hängt die Reichweite hauptsächlich ab?
Antwort
Von der Antennenhöhe – nicht von der Leistung.- Faustformel für die Reichweite?
Antwort
Reichweite [km] ≈ 3,84 × (√h₁ + √h₂).- Spannung und Senderstrom (25 W) eines Festgeräts?
Antwort
12 V; beim Senden mit 25 W ~5 A.- Warum nie die Batterie komplett entladen?
Antwort
Tiefentladung schädigt sie dauerhaft (Blei/AGM irreversibel) – und leer = kein Funk/Notruf. Max. ~50 % entnehmen.- Simplex vs. Duplex?
Antwort
Simplex = 1 Frequenz, abwechselnd. Duplex = 2 Frequenzen, gleichzeitig (Schiff↔Küstenfunkstelle).- Was macht das Schiff beim Semiduplex, wenn es die Sprechtaste drückt?
Antwort
Es schaltet von RX- auf seine TX-Frequenz (Küstenfunkstelle arbeitet Duplex).- Gerätearten und typische Leistung?
Antwort
Festeinbau (25 W, 12 V, DSC) und Handfunke (5-6 W, Akku).H) Wetter, Funkprobe & Bremen Rescue
- WX vs. NX – hören oder lesen?
Antwort
WX = Wetter per Sprechfunk → hören. NX = NAVTEX-Text → lesen (518/490 kHz, eigener Empfänger).- Wie macht man eine Sprechfunk-Funkprobe?
Antwort
Küstenfunkstelle/Schiff auf Arbeitskanal rufen: „… RADIO CHECK, OVER" → Antwort „loud and clear"/Readability 1-5. (Nicht auf K16.)- MMSI und Rufname von Bremen Rescue?
Antwort
MMSI 00 211 1240, Rufname „Bremen Rescue"; hört K16 + K70 + Grenzwelle 2187,5 kHz.I) Buchstabieren & Floskeln
- Buchstabiere KIEL.
Antwort
Kilo - India - Echo - Lima.- Muss man den Schiffsnamen buchstabieren?
Antwort
Meistens Nein – Namen spricht man als Wort; Rufzeichen buchstabieren, Zahlen einzeln nennen. Aber wenn der Name schwierig zu schreiben ist, empfiehlt es sich zu buchstabieren- Warum nie „Over and Out”?
Antwort
Widerspruch: OVER = Antwort erwartet, OUT = Schluss. Entweder/oder.J) Behörde
- Welche Behörde erteilt sechsstellige Rufzeichen?
Antwort
Bundesnetzagentur, Außenstelle Hamburg.- Wie setzt sich die Küstenfunkstellen-MMSI zusammen?
Antwort
9 Ziffern, die ersten beiden Nullen, dann die MID (z. B. 002111240).- Woran erkennt man die Nationalität in der MMSI?
Antwort
An der MID (Seefunkkennzahl).K) Rechenaufgaben
- 100-Ah-Batterie, Funke zieht im Schnitt 0,5 A – Laufzeit (50 % nutzbar)?
Lösung
50 Ah ÷ 0,5 A = 100 h.- Reichweite bei eigener Antenne 9 m, Gegenstation 4 m?
Lösung
3,84 × (3 + 2) = 19,2 km ≈ 10 sm.L) Sonstige
- Was bedeutet die Date-Time-Group 041530Z?
Antwort
4. Tag des Monats, 15:30 UTC (DDHHMM + Zonenkürzel Z).- Was ist die Grenzwelle, und welche Reichweite/welches Seegebiet?
Antwort
Mittelfrequenz (MF), ~1,6-4 MHz; Not 2182 kHz / DSC 2187,5 kHz. Reicht als Bodenwelle ~100-150 sm → Seegebiet A2 (LRC).- Wodurch wird Seegebiet A3 abgedeckt, und bis wohin?
Antwort
Durch Inmarsat-Satelliten – ~70° N bis 70° S (fast weltweit, außer Polkappen).- Warum braucht es A4 mit Kurzwelle, wenn es Satelliten gibt?
Antwort
Weil die geostationären Satelliten die Polargebiete nicht abdecken – dort funktioniert nur Kurzwelle (HF).- Wie breitet sich Kurzwelle aus – und was ist daran anders als bei UKW?
Antwort
Über Reflexion an der Ionosphäre (Raumwelle) → weltweite, aber schwankende Reichweite (statt UKW-Sichtweite).- Wie wird eine mit DSC ausgerüstete Seefunkstelle gekennzeichnet?
Antwort
Durch Schiffsname, Rufzeichen und MMSI (Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes).- Wie ist eine Küstenfunkstelle gekennzeichnet?
Antwort
Durch den geografischen Ortsnamen + Art des Dienstes: allgemeine Küstenfunkstelle „… Radio" (z. B. Kiel Radio), Revier-/Verkehrsfunk „… Traffic".- Welche Funkstelle wird mit dem Rufnamen „Warnemünde Traffic” gerufen?
Antwort
Die Küstenfunkstelle des Revierfunkdienstes in Warnemünde.- Was ist der Unterschied zwischen „All ships” und „All stations”?
Antwort
All ships = an alle Schiffsfunkstellen. All stations = an alle Funkstellen (auch Land-/Küstenfunkstellen).- Wann buchstabiert/wiederholt man laut Radio Regulations – im Anruf oder in der Meldung?
Antwort
In der Meldung (nicht im Anruf): Orts-/Eigennamen, Positionen, Zahlen, Uhrzeiten – mit „I spell" / „new word", und unbedingt befolgen.Bestehen heißt beim SRC mindestens 75 % richtig. Sprich die Antworten ruhig laut aus, bevor du aufklappst, aktives Erinnern bringt mehr als bloßes Nachlesen. Die meisten stolpern über den MMSI-Aufbau, die Silence-Begriffe und die Verwechslung von DSC-Testruf und echtem Notalarm.
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